Speisen im Restaurant Parkview des Hotels The Fontenay in Hamburg


Cliff freut sich schon seit Jahren darauf, das The Fontenay zu besuchen, sobald es eröffnet hat. Am Ostersamstag bot sich eine Gelegenheit, weil wir Besuch aus Berlin hatten. Der edle Schriftzug befindet sich an der Wand der Auffahrt. Rechts daneben ist der Eingangsbereich des Hotels, das man durch eine Drehtür betritt.

In der großzügig geschnittenen Lobby fühlte ich mich sofort wohl. Die Dekoration ist sparsam, aber wirksam eingesetzt. Der Blick kann angenehm schweifen und das Licht ist hell, aber nicht grell. Ich empfand es als angenehm warm.

Irgendwie wunderte ich mich unterschwellig, wo die Rezeption ist. Bis ich dann darauf gekommen bin, dass an den gemütlichen Sitzplätze mit Computern Mitarbeiter des Hotels sitzen und keine Gäste, die surfen wollen. Ich fand das schön und es strahlte Ruhe und Gelassenheit aus. Auf der Homepage des Hotels gibt es ein Bild von der Lobby, das etwas unterkühlt aussieht. Ja, die Rezeption ist entsprechend möbliert und die Lampen stimmen auch. Dennoch ist sie nicht (mehr) so leer.

Biegt man in der Lobby nach rechts, landet man in der Atrium Lounge. Der riesige Kronleuchter aus hunderten glänzend metallischen silbernen Teilen ist auf der Homepage noch nicht zu sehen. Schade eigentlich. Gesehen habe ich auch eine Bibliothek und einer Raucherlounge, konnte mich aber leider nicht näher damit befassen, da wir hätten mehr Zeit einplanen müssen, um all die Eindrücke auf uns wirken lassen zu können. Relativ bald wechselten wir dann auch vom Atrium in das Restaurant Parkview.

Wie der Name schon sagt, es ist ein Restaurant mit Ausblick. Klar, im Dunkeln sieht man dann nicht ganz so viel, aber es genügte, um Cliff zu erfreuen. Ich selbst hatte gerade eine stressige Woche mit einer Buchveröffentlichung hinter mir und als ich das Restaurant betrat, fiel ein Teil der Unruhe von mir ab. Ich bin keine Inneneinrichterin und verstehe nichts davon, wie man Licht bewusst einsetzt, um eine entspannte Atmosphäre für die Gäste zu zaubern. Die Farb- und Lichtgestaltung des Restaurants empfinde ich jedenfalls als freundlich und besänftigend. (Das Foto auf der Homepage spiegelt nicht zu hundert Prozent die reale Situation wider. Insbesondere gibt es zwischen der Alster und dem Restaurant noch eine Straße und eine Baumreihe.)

Das junge Service-Team arbeitete flexibel und gut gelaunt und umsorgte uns aufmerksam. Auch Sonderwünsche wurden berücksichtigt. Ich wollte beispielsweise beim dreigängigen Ostermenü lieber die Suppe und nicht das Carpaccio. Das Ostermenü kann auch mehr Gänge haben, allerdings wollten die anderen beiden nicht so üppig speisen. Daher passte ich dann meine Speisenfolge ihnen an, damit es zeitlich hinkam.

Getrunken haben wir einen Grauburgunder, der eine frische Säure hatte und trotzdem mild mundete.

Auf den Stühlen (eher Sessel) kann man gemütlich und bequem verweilen und entspannt mehrere Gänge genießen, ohne dass es am Körper juckt oder schmerzhaft zuckt (oder man Beklemmungen bekommt, weil der Stuhl zu schmal ist und man sich hineinquetschen muss). Ich erwähne das extra, weil die Bestuhlung nicht in jedem Hamburger Restaurant (auch teure) von den Ausstattern optimal gewählt worden ist (vorsichtig ausgedrückt). Für die Möblierung des Parkviews hat sich offenbar jemand die richtigen, gästefreundlichen Gedanken gemacht.

Der Tisch ist so eingedeckt:


Ich liebe die Cocktailgläser:


Hier nun ein paar Eindrücke unserer Speisen:

Zutaten zum Brot:


Gruß aus der Küche:

Lachs mit roter Beete und Wallnuss

Mein Ostermenü:

Suppe mit Maultaschen gefüllt mit Gänseleberpastete dazu Hühnerbrust

Lammkarree mit Ratatouille, minikleinen Röstkartoffeln und Jus

Schokolade, Vanilleeis, Nougat, Eierlikör

A la Carte gewählte Speisen:

Hausgemachte Bandnudeln in Beurre blanc mit frisch gehobeltem Trüffel

Wolfsbarschfilet kross auf der Haut gebraten mit mediterraner Gemüsepfanne, Pesto und Gnocchi

Backfisch

Tarte au chocolat mit marinierten Himbeeren, karamellisierten
Haselnüssen und altem Balsamico
Ausklang:

Den Abend haben wir in der Fontenay Bar bei angenehmer Live-Klaviermusik ausklingen lassen. Da müssten wir einmal im Sommer hin, um die Terrasse würdigen zu können. Die Cocktails sind auf den Geschmack eines jungen Publikums ausgerichtet. Wer sie lieber klassisch mag, muss das allerdings extra ansagen.

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