Kochrezepte mit Bildern. Bei mir gibt es auch einen Blick in die Töpfe und Pfannen. Ich blogge über das Essen und Trinken, verfasse Produktbewertungen rund um die Küche.

Freitag, 18. Mai 2012

Unold 48946 Eiswürfelbereiter


Produktbesprechung nachgefasst ein Jahr später

Einen Eiswürfelspender in der Kühlschranktür finde ich zwar cool, ich wollte aber nicht auf den Platz verzichten, den das entsprechende Gerät einnimmt. Also haben wir jahrelang an der Tankstelle um die Ecke Eiswürfel gekauft. In heißen Sommern waren die Eiswürfelbeutel oft ausverkauft und wir mussten umständlich selbst die Eiswürfel in den kleinen, ständig überschwappenden Schalen heranzüchten.

Dann waren die Eiswürfel an der Tankstelle auch im Winter ständig ausverkauft. Cliff und ich hatten schon lange überlegt, uns eine Eiswürfelmaschine zuzulegen und haben nun Nägel mit Köpfen gemacht. Wir haben uns für den Unold 48946 Eiswürfelbereiter entschieden.

Das Gerät lässt sich schnell in Betrieb nehmen. Stecker in die Dose stecken, Eiswürfelschublade rausnehmen. Wasser mit dem mitgelieferten Kännchen in den Wasserbehälter schütten, Eiswürfelschublade zurück ins Gerät schieben, Eiwürfelgröße wählen, Startknopf drücken. Das Gerät beginnt hörbar mit der Arbeit.

Nach etwa 10 Minuten werden das erste Mal 2 bis 4 mickrige Eiswürfel ausgeworfen, aber nicht gleich den Mut verlieren, denn das Gerät muss erst einmal auf Betriebstemperatur kommen. Damit kann man noch keinen Martini machen:


Diese Mickerlinge lasse ich einfach in der Schublade und lasse sie schmelzen. Das Wasser tropft durch einen Spalt in der Eiswürfelschublade zurück in den Wasserbehälter.

Nach etwa weiteren 10 Minuten rückt der Martini in greifbare Nähe und die Eiswürfel haben schon an Größe und Festigkeit gewonnen:


Wer nicht so viel Eis im Martini mag, kann sich nun schon seinen ersten rühren. Wer ihn lieber gleich für zwei Personen im Shaker machen möchte, tut die erste Portion Eiswürfel mit der mitgelieferten kleinen Schaufel in Eisfach des Kühschranks umbetten und wartet auf auf die nächste Portion Eiswürfel:


Die Eiswürfel der dritten Produktion werden schon dicker, mitunter aber kürzer und haben keine Einheitsgröße, wie auch ein Teil der Eiswürfel bei uns kürzer wird als andere. Cliff führt das darauf zurück, dass wir die Eiswürfelmaschine auf der Ablagefläche der Küchenspüle betreiben und sie deshalb etwas schräg steht.

Die vierte Produktion Eiswürfel sieht so aus:


Die Maschine ist auf große Eiswürfel eingestellt und es sind jetzt auch große, schöne eisige Brummer dabei. Es werden bei uns (wegen der Schräge?) nicht alle Eiswürfel so groß. Die Menge ist nicht repräsentativ, da auch noch Eiswürfel der dritten Produktion (am unteren Rand des Behälters) dabei sind.

Nun kann man die Würfel auch schon Mal eine Weil im Eiswürfelbehälter lassen, ohne dass sie Gefahr laufen zu schmelzen, weil sie sich gegenseitig kühlen. Hin und wieder muss man Wasser in die Maschine nachkippen. Sie macht kein Geräusch, wenn sie neues Wasser braucht, man muss also nachsehen.

Das Betriebsgeräusch ist deutlich hörbar, aber wir finden es nicht zu laut und können uns dabei normal unterhalten und auch noch Musik dazu hören. Die Lackierung der Maschine ist in silber, der Lack ist aber nicht sehr hochwertig und etwas ungenau aufgespritzt, lässt sich aber problemlos feucht abwischen.

Das Gerät bläst während des Betriebs einen seltsamen Plastik-/Aggregatgeruch aus, der auch nach mehrmonatigem Gebrauch noch nicht ganz verschwunden ist, aber etwas nachgelassen hat. Man kann es also nur bei offenem Fenster betreiben.

Das Restwasser lässt man über ein Ventil am Unterboden des Geräts ab. Daher betreiben wir es praktischerweise auf der Spüle. Danach wische ich es innen mit sauberen Küchentücher trocken und stelle es in den Flur. Das Gerät ist schwer, ich kann es aber noch ohne mir einen Bruch heben zu müssen auf seinen Lagerplatz stellen.

Insgesamt sind Cliff und ich glücklich mit unserem Unold 48946 Eiswürfelbereiter mit kleinen Abzügen in der B-Note (Geruch, Lackierung nicht hochwertig). Das Gerät macht getreulich seine Arbeit und die Eiswürfelausbeute entspricht unseren Erwartungen. Probleme mit Kalkablagerungen haben wir nicht, weil wir nur gefiltertes Wasser in die Maschine kippen.

Ich kann mir vorstellen, dass so ein Gerät auch ein interessantes Spielzeug auf einer Party ist. Die Longdrinkliebhaber sammeln sich in der Nähe des Geräts und während sie miteinander plaudern, sorgen sie für stetigen Wassernachschub, damit das Eis nicht ausgeht, die Cola mit Schuss-Leute kommen kurz herein, greifen sich ihre Portion Eis aus der Schublade und verschwinden wieder und die mit dem ökologischen Gewissen debattieren, während sie ihre eisgekühlten Drinks nehmen, über den Stromverbrauch des Geräts.

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